Neues der GRA

«Die aktuelle Antisemitismus-Prävention ist verstaubt»
Im Interview mit ref.ch spricht GRA-Stiftungspräsident Dr. Zsolt Balkanyi-Guery über Antisemitismus. Hinsichtlich der Strategien gegen Antisemitismus sagt er: «Zu den politischen Möglichkeiten gehören neben Bildungsprojekten Gelder für staatliche Stellen. Nur sind Antisemitismusbeauftragte wie der Preisüberwacher: Sie können zwar mahnend den Finger heben, werden aber trotzdem ignoriert. Das Problem ist, dass der Antisemitismus nicht dort bekämpft wird, wo er entsteht.» Er plädiert daher entschieden dafür, ein emotionales Konternarrativ aufzubauen und sich auf die sozialen Netzwerke, Entstehungsort antisemitischen Gedankenguts, zu fokussieren und dabei die Algorithmen von sozialen Medien wie Instagram und Tiktok zu verstehen.
Mehr dazu im vollständigen Interview.

Antisemitismusbericht 2023 zeigt sprunghaften Anstieg der antisemitischen Vorfälle
Am 12. März 2024 veröffentlichten die GRA Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus und der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) den Antisemitismusbericht 2023.
Nach der Eskalation in Nahost im Oktober 2023 ist die Zahl der registrierten antisemitischen Vorfälle 2023 sprunghaft angestiegen. Insbesondere fällt eine klare Häufung an verbalen und physischen Angriffen auf. GRA-Präsident Dr. Zsolt Balkanyi-Guery sagt dazu in der NZZ: «Antisemitismus war in gesellschaftlichen Tiefenschichten stets vorhanden. Nach dem Anschlag vom 7. Oktober ist er an die Oberfläche getreten und heute sehr präsent». Dabei stellten die sozialen Netzwerke die grösste Herausforderung dar. Er fügt an: «Emotionale Inhalte verbreiten sich sehr rasch und unkontrolliert, Fakten spielen keine Rolle.» Dem dadurch erwirkten Verlust der Fähigkeit zur kritischen Reflexion müssen entgegengetreten werden.
Judenfeindlichkeit an Unis: „Fast totalitärer Wokeismus führt zu Antisemitismus“ (nzz.ch)

GRA-Präsident spricht auf SRF 2 über Antisemitismus
GRA-Präsident Dr. Zsolt Balkanyi-Guery war zu Gast im SRF 2 Kultur-Talk zum Thema „Antisemitismus heute“. Er betont die neuen Dimensionen des Antisemitismus, der nun öffentlich und gewalttätig ist, und thematisiert die Rolle der digitalen Medien, die antijüdische Stereotypen millionenfach verbreiten.
Die 25-minütige Sendung überzeugt mit einer analytisch klaren Einordnung in einer hitzigen Debatte über Antisemitismus.

Gemeinsames Statement: Zusammen gegen Hetze und Gewalt
Das Statement wird von folgenden Personen und ihren Organisationen getragen:
- Regierungspräsident Mario Fehr, Vorsteher der Sicherheitsdirektion des Kt. Zürich
- Regierungsrätin Jacqueline Fehr, Vorsteherin der Direktion der Justiz und des Innern des Kt. Zürich
- Stadtpräsidentin Corine Mauch, Vorsteherin des Präsidialdepartements der Stadt Zürich
- Dr. Ralph Lewin, Präsident des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds
- Peter Jossi & Jean-Marc Brunschwig, Co-Präsidium der Plattform der Liberalen Juden der Schweiz
- Abduselam Halilovic, Präsident der Vereinigung der Islamischen Organisationen in Zürich
- Dr. Esther Straub, Kirchenratspräsidentin der reformierten Kirche des Kt. Zürich
- lic. iur. Raphael J.-P. Meyer, Präsident des Synodalrats der katholischen Kirche des Kt. Zürich
- Prof. Dr. Christoph Sigrist, Präsident der Gesellschaft Minderheiten der Schweiz
- Dr. Zsolt Balkanyi-Guery, Präsident der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus

Die GRA Stiftung verurteilt die Messerattacke
Die GRA Stiftung verurteilt die Messerattacke vom 2. März 2024 in Zürich, bei der ein als jüdisch-orthodox erkennbarer Mann schwer verletzt wurde, aufs Schärfste.
Sollte sich das antisemitische Motiv des Täters bewahrheiten, ist dieser brutale Vorfall keine isolierte Episode, sondern eine Konsequenz der zunehmenden rassistischen und antisemitischen Vorfälle in der Schweiz seit der Eskalation im Nahen Osten im Oktober 2023.
Die Attacke ist nicht nur ein Angriff auf das Opfer, sondern auch auf die gesamte Zivilgesellschaft und die fundamentalen Werte der Schweizer Demokratie, einschliesslich der Gewährleistung des Schutzes von Minderheiten.
Die GRA Stiftung ruft dazu auf, demokratiezersetzende Kräfte zu bekämpfen und sich gegen jegliche Formen der Diskriminierung zu engagieren, um eine friedliche Gesellschaft zu gewährleisten.

Zsolt Balkanyi-Guery zu Gast bei «Sternstunde Religion»
Judenhass und Islamfeindlichkeit nehmen zu. Die weltpolitische Lage, Terroranschläge, Kriege, Flucht- und Migrationswellen führen zu Unsicherheit und zu Hass. Wie zeigen sich Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus in der Schweiz? Wie hängen sie zusammen? Und was kann man dagegen tun?
Die GRA Stiftung wurde vom Schweizer Fernsehen SRF zur Sendung „Sternstunde Religion” zum Thema Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus in der Schweiz eingeladen. GRA-Präsident Zsolt Balkanyi-Guery diskutiert mit Elham Manea, Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Zürich.
Hier geht’s zur Sendung.

Die GRA Stiftung hat Strafanzeige gegen das ‚Committee-Zurich-Palestine‘ eingereicht
Die GRA Stiftung hat Strafanzeige gegen das ‚Committee-Zurich-Palestine‘ eingereicht.
Der postulierte Aufruf “From the river to the sea, Palestine will be free” setzt klar die Vertreibung und Vernichtung aller Juden voraus.
Die GRA Stiftung ist der Ansicht, dass es sich bei der Ankündigung um einen Gewaltaufruf handelt und die Organisatoren mit dem Slogan auf Arabisch ihre wahre Absichten gegenüber dem Schweizerischen Durchschnittsleser versuchen zu camouflieren.
Die Tatsache, dass die Grossdemonstration ausgerechnet am Internationalen Gedenktag des Holocaust stattfinden soll, erscheint uns äusserst problematisch. Es ist befremdlich, dass ausgerechnet an diesem Tag zu Gewalt gegen Juden aufgerufen werden soll.

Dr. Zsolt Balkanyi-Guery, Stiftungsrat der GRA Stiftung, im Gespräch mit Simon Jacoby von Tsüri.ch
Wer bestimmt, was antisemitisch ist? Und gibt es überhaupt einen Unterschied zwischen Rassismus und Antisemitismus?
Dr. Zsolt Balkanyi-Guery, Stiftungsrat der GRA Stiftung im Gespräch mit Simon Jacoby von Tsüri.ch über die Funktion von Baseballkappen an Regentagen.

GRA zum Verbot von Nazisymbolen im ORF
GRA Stiftungsrat Dr. Zsolt Balkanyi-Guery hat ein Interview mit dem ORF zum Verbot von Hakenkreuz und Co in der Schweiz geführt.

«Nicht bei uns! Gegen Rassismus und Antisemitismus»
Die Kampagne startet mit Strassenplakaten ab dem 11. Dezember und dauert bis Ende Januar 2024. Dazu werden nebst klassischen Plakaten zusätzlich die grossen Anzeigetafeln in Bahnhöfen, kleine Displays im öffentlichen Verkehr und weiteren Orten bespielt.
In sozialen Medien, insbesondere Instagram, sowie in Printmedien wird die Kampagne ebenfalls zu sehen sein.
Hier geht es zu mehr Infos über die Kampagne und den Plakaten als Download.

NZZ Erklärt – Antisemitismus ist seit Israels Militäroffensive wieder überall
#NieWiederIstJetzt: Antisemitismus ist seit Israels Militäroffensive wieder überall
Seit dem 7. Oktober 2023 und dem Ausbruch des brutalen Krieg zwischen Israel und Palästina im Gazastreifen nehmen antisemitische Inhalte wieder zu.
Doch was bedeutet Antisemitismus genau? Und welche Beiträge könnten antisemitisch sein, möglicherweise sogar von jedem von uns bereits geteilt oder gelikt worden sein?
Erik Petry, Historiker für Jüdische Geschichte an der Universität Basel, erklärt im Video was Antisemitismus ist, wie er sich aktuell zeigt und warum Antisemitismus so gefährlich ist.

Rabbi Sacks on The Mutation of Antisemitism
In den vergangenen Monaten erleben wir eine besorgniserregende Zunahme von Antisemitismus sowohl in der Schweiz als auch weltweit. Doch wie hat sich diese Form der Judenfeindlichkeit im Laufe der Zeit verändert? Und warum stellt ihr aktuelles Wiederauftreten nicht nur für die jüdische Gemeinschaft, sondern auch für alle Menschen, eine Gefahr dar?
In dieser Whiteboard-Animation einfach erklärt.

Lesung und Gespräch zu «Gojnormativität. Warum wir anders über Antisemitismus sprechen müssen.»
Am 8. Mai 2025 sprechen Judith Coffey und Vivien Laumann im Zollhaus Zürich über ihr Buch «Gojnormativität. Warum wir anders über Antisemitismus sprechen müssen».
Im Buch loten die Autorinnen das Verhältnis von Jüdischsein und weiss-Sein aus und gehen der spezifischen Unsichtbarkeit von Juden:Jüdinnen in der Mehrheitsgesellschaft nach. In Anlehnung an das Konzept der Heteronormativität erlaubt «Gojnormativität», Dominanzverhältnisse in der Gesellschaft zu befragen und so ein anderes Sprechen über Antisemitismus zu etablieren.
Das Buch ist eine Aufforderung zu einem bedingungslosen Einbeziehen von Juden:Jüdinnen in intersektionale Diskurse und Politiken und zugleich ein engagiertes Plädoyer für solidarische Bündnisse und Allianzen.
Wann: 8. Mai 2025 um 19:00 Uhr
Wo: Zollhaus Zürich / online mit Livestream
Sprache: Deutsch und Verdolmetschung in Gebärdensprache (auf Anfrage)
Moderation: Prof. Dr. Amir Dziri
In Kooperation mit: ZIID und feministisch*komplex
>>Tickets kaufen: ZIID Zürcher Institut für interreligiösen Dialog
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