Die Stiftung “Wahrheit in den Medien” organisiert ein Symposium unter dem Titel “Strafrechtliche Abwehrmöglichkeiten gegen islamistischen Terror – Wahrnehmung in den Medien?”. Patronat: Neue Luzerner Zeitung. Ein Besucher verteilt ein Flugblatt, verantwortet von Willy Schmidhauser, einst Präsident der Schweizer Demokraten Thurgau. Das Flugblatt behauptet: “Der Islam ist keine Religion – er ist klar eine mörderische Kampf-Ideologie!” Auch nennt es die Bundesrätin Simonetta Sommaruga (SP)eine “Verräterin”. Auch zwei Redner, beide Exponenten der christlich fundamentalistischen Organisation “Zukunft CH”, verbreiten islamophobe Behauptungen. Der marokko-stämmigen Mounier Hikmat erklärt: “Der Islam will die Weltherrschaft.” Und auch: “Die Schlachtung der Ungläubigen gehört zum Islam”. Und weiter: “Einen moderaten Islam gibt es nicht”. Aber der Westen wolle nicht sehen, dass ihm bereits der Krieg erklärt worden sei. Und Pfarrer Hansjürg Stückelberger behauptet: “Die eigentliche Gefahr ist der Islam”, der sei “Feind der Demokratie”. Er beklagt “den Abbau nationaler Identität”, die “Verdrängung der Religion” und auch der Kirchen. Er behauptet: “Vernunft folgt dem Glauben” und warnt vor “Illusionen aus der Zeit der Aufklärung”. Stückelberger kritisiert den Pluralismus, es fehle “das geistige Band”. Er will in Europa zurück zur christlichen Dominanz in Staat und Gesellschaft: “Es gibt keine Hochkultur, wenn Staat und Religion nicht zusammen sind.”

29.11.2014
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Ein Ausschnitt aus dem Flyer des Programms der Ringvorlesung. Darauf zu sehe ist das Logo der Universität Zürich sowie der Titel der Ringvorlesung: Antisemitismus.
05.09.2024

Ringvorlesung «Antisemitismus» der Sigi Feigel-Gastprofessur für Jüdische Studien

Wann: Jeweils montags zwischen 18.15 bis 19.45 Uhr
Daten: 23.09./14.10./28.10/04.11/18.11./2.12./16.12.
Ort: Universität Zürich, Rämistrasse 71, Raum: KOH-B-10

Seit dem Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat der Begriff des Antisemitismus in öffentlichen Debatten wieder hörbar Eingang gefunden. Doch wird nicht nur mit Blick auf dieses Ereignis und seine Folgen über Antisemitismus diskutiert. Jüdische Menschen in der ganzen Welt sind seit dem Herbst 2023 vermehrt antisemitischen Anfeindungen in allen Formen ausgesetzt. Während Jüdinnen und Juden auf diese Weise unmittelbar von Antisemitismus betroffen sind, werden andere im öffentlichen Diskurs wiederum als antisemitisch bezeichnet, wenn sie beispielsweise eine «israelkritische» Stellung zur Lage in Nahost beziehen.

Antisemitismus ist kein neues Phänomen. Der Hass gegen jüdische Menschen blickt auf eine lange (Leidens-)Geschichte zurück, die nun wieder aktuell geworden ist. Die Ringvorlesung analysiert Begriff, Geschichte und Ausdrucksformen des Antisemitismus und lässt Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Gesellschaft zu Wort kommen, die historische Hintergründe, psychologische und rechtliche Dimensionen, ideologische und politische Erscheinungen sowie persönliche Erfahrungen vorstellen.

Die Ringvorlesung wird in Kooperation mit der Gamaraal Foundation veranstaltet (www.last-swiss-holocaust-survivors.ch).

Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen finden Sie im Veranstaltungsflyer.

 

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Ringvorlesung «Antisemitismus» der Sigi Feigel-Gastprofessur für Jüdische Studien
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