Der «Tages-Anzeiger» macht bekannt, dass Felix Largiadèr, Chef des Departements Chirurgie am Universitätsspital, im Mai 1995 in eigener Kompetenz AsylbewerberInnen grundsätzlich von der Warteliste für Nierentransplantationen gestrichen hat. «Wir hatten Anfang dieses Jahres schon sechs von ihnen auf der Liste; sie sind jetzt gestrichen». Largiadèr zeigt sich auch erfreut, dass seit dem Entscheid keine neuen Gesuche mehr eintreffen. Die zuständige Gesundheitsdirektorin Verena Diener: «Diese Massnahme ist ohne mein Wissen erlassen worden. Sie wird von mir nicht gedeckt und ich lehne sie ab. » Mit neuen Weisungen vom 26. Oktober ändert die Gesundheitsdirektion die Praxis: Asylbewerber, die in der Schweiz dialysiert werden, werden in die Warteliste aufgenommen. Wenn sich die Möglichkeit einer Transplatation abzeichnet, wird das Bundesamt für Flüchtlinge angefragt, ob eine Ausweisung unmittelbar bevorsteht. Wenn dies der Fall ist, wird auf eine Transplatation verzichtet. Steht keine Ausweisung bevor, wird die Nierentransplantation durchgeführt.

2.9.1995
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Wurden Sie Zeug:innen eines rassistischen oder antisemitischen Vorfalls oder wurden Sie selbst rassistisch oder antisemitisch beleidigt oder angegriffen?

Ein Ausschnitt aus dem Flyer des Programms der Ringvorlesung. Darauf zu sehe ist das Logo der Universität Zürich sowie der Titel der Ringvorlesung: Antisemitismus.
05.09.2024

Ringvorlesung «Antisemitismus» der Sigi Feigel-Gastprofessur für Jüdische Studien

Wann: Jeweils montags zwischen 18.15 bis 19.45 Uhr
Daten: 23.09./14.10./28.10/04.11/18.11./2.12./16.12.
Ort: Universität Zürich, Rämistrasse 71, Raum: KOH-B-10

Seit dem Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat der Begriff des Antisemitismus in öffentlichen Debatten wieder hörbar Eingang gefunden. Doch wird nicht nur mit Blick auf dieses Ereignis und seine Folgen über Antisemitismus diskutiert. Jüdische Menschen in der ganzen Welt sind seit dem Herbst 2023 vermehrt antisemitischen Anfeindungen in allen Formen ausgesetzt. Während Jüdinnen und Juden auf diese Weise unmittelbar von Antisemitismus betroffen sind, werden andere im öffentlichen Diskurs wiederum als antisemitisch bezeichnet, wenn sie beispielsweise eine «israelkritische» Stellung zur Lage in Nahost beziehen.

Antisemitismus ist kein neues Phänomen. Der Hass gegen jüdische Menschen blickt auf eine lange (Leidens-)Geschichte zurück, die nun wieder aktuell geworden ist. Die Ringvorlesung analysiert Begriff, Geschichte und Ausdrucksformen des Antisemitismus und lässt Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Gesellschaft zu Wort kommen, die historische Hintergründe, psychologische und rechtliche Dimensionen, ideologische und politische Erscheinungen sowie persönliche Erfahrungen vorstellen.

Die Ringvorlesung wird in Kooperation mit der Gamaraal Foundation veranstaltet (www.last-swiss-holocaust-survivors.ch).

Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen finden Sie im Veranstaltungsflyer.

 

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Ringvorlesung «Antisemitismus» der Sigi Feigel-Gastprofessur für Jüdische Studien
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