Zwischen sechzig und achtzig Rechtsextremisten beteiligen sich an einer überraschenden 1. Mai-Kundgebung, zu der die Nationale Ausserparlamentarischen Opposition (NAPO) aufgerufen hatte. NAPO-Exponent Bernhard Schaub hält eine Rede. Zuerst erkärt er, der Feind seien nicht die Linken, sondern die “internationale jüdische Hochfinanz”, das hinter den Banken stecke und die Welt regiere. Auch zu den Feinden gehörten “Fremdrassige” und diese müssten das Land verlassen. Am darauffolgenden Tag erstattet die Aarauer Polizei Strafanzeige wegen Widerhandlung gegen die Rassismus-Strafnorm. Ende März 2006 stellt das Bezirksamt Aarau das Strafverfahren ein. Die Rede sei nicht vollständig rekonstruierbar, das vorliegende Material enthalte vor allem historische Ansätze und Erklärungen über den Ursprung des 1. Mai, über die Walpurgisnacht, die Industrialisierung, den Klassenkampf, den Kapitalismus und Kommunismus. Die marxistische Bewegung werde als Lockgruppe umschrieben, auf die die Arbeiter und Proletarier hereinfielen. Der Kapitalismus werde gleichgesetzt mit der “jüdischen Bankenmacht” und “dem Herrn Rothschild”. Schaub habe auch vom “jüdischen Hochkapital” gesprochen. Diese Aussagen stellten jedoch keine Verletzung der Menschenwürde dar. Es werde keine Person oder Personengruppe auf Grund ihrer Gruppenzugehörigkeit die Gleichberechtigung oder Gleichwertigkeit als menschliches Wesen abgesprochen.

30.4.2005
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01.10.2024

Veranstaltungshinweis: «Bist du sicher? Ein Jahr 7. Oktober: Stimmen der Resilienz und Zerrissenheit»

Besuchen Sie die Veranstaltung von feministisch*komplex mit Unterstützung von Tsüri.ch, Maison du Futur und der GRA unter dem Titel «Bist du sicher? Ein Jahr 7. Oktober: Stimmen der Resilienz und Zerrissenheit».

Kommenden Sonntag diskutiert GRA-Geschäftsleiter Philip Bessermann mit Laura Cazés (Herausgeberin von Sicher sind wir nicht geblieben), Do Graff (feministisch*komplex) und Anna Jikhareva (Wochenzeitung) unter der Gesprächsleitung von Simon Jacoby (Tsüri.ch).

Wann? 6. Oktober 2024 ab 16:30 Uhr

Wo? C.F.Meyer-Haus, Alte Landstrasse 170, 8802 Kilchberg

Programm? Moderierte Diskussion und Konzert von Chaibe Balagan

Es sind noch wenige Tickets vorhanden, die Sie hier erwerben können.

In den Worten von feministisch*komplex: «Unsere zweite Veranstaltung lädt euch dazu ein, in einem geschützten Rahmen Solidarität zu erleben und über unsere Verletzungen zu sprechen. Wir möchten einen Raum schaffen, der nicht für Kontroversen gedacht ist, sondern für Reflexion und Verarbeitung – besonders aus feministischer, jüdischer und queerer Perspektive.»

Wer möchte, kommt bereits um 14:45 Uhr zum Bürkliplatz für eine gemeinsame Schifffahrt nach Kilchberg, Abfahrt um 15 Uhr.

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